Tag #18 – Ein kleiner Rückblick zu Chiang Mai

Puh, ich ringe mich nun auch mal dazu durch, hier ein bisschen was zu texten 🙂 Inzwischen sind wir in bereits einige Tage in Pai, wollten Euch aber neben den Bed Bugs auch noch an den schönen Dingen von Chiang Mai teilhaben lassen…

Insgesamt verbrachten wir eine knappe Woche in Chiang Mai – wir hätten aber sehr gut auch noch eine Weile länger dort bleiben können. Denn von süßen Cafés, über beeindruckende Tempel bishin zu schöner Natur in der direkten Umgebung hat die Stadt ziemlich viel zu bieten. Insgesamt haben wir alles seeehr ruhig und langsam angehen lassen, da uns der Stress mit den Bed Bugs noch ein bisschen in den Knochen lag.

In den ersten Tagen sind wir durch die Altstadt geschlendert und haben Chiang Mai auf uns wirken lassen. Sich in Chiang Mai zu orientieren ist relativ einfach, da die Altstadt sich in einer Art Quadrat befindet, umgeben von der alten Stadtmauer oder vielmehr was davon übrig geblieben ist. Innerhalb der Altstadt spürt man, dass Chiang Mai eine historische Stadt ist, denn es gibt unzählige Tempel. Einige davon haben wir uns etwas genauer angesehen und waren immer wieder von den vielen kleinen Details fasziniert.

Etwas Wichtiges, was wir dabei noch lernen durften (@liebe Eltern) – eine Buddha-Figur oder -Kopf als Dekoration zu kaufen ist nicht erlaubt und wird als nicht respektvoll und falsch angesehen… Bitte fühlt Euch jedoch nicht schlecht. Wir haben den Thais nicht verraten, dass es den ein oder anderen Buddha im Oberhönischen Garten gibt 🙂

Neben der kleinen Tempel-Tour haben wir uns in Chiang Mai eigentlich hauptsächlich darauf konzentriert, dass wir täglich mit gutem Kaffee und leckerem Essen versorgt sind. Das hat insgesamt ganz gut geklappt – es gab sowohl klassisches Thai-Essen, Burger, Pizza und sogar einen herausragenden Mexikaner gab es um die Ecke.
Notiz am Rande: Wir sind offensichtlich besser darin das Essen zu essen, als das Essen vorher zu fotografieren 🙂 Nom nom nom….

Bereits als wir in Ayutthaya waren, hat uns der Busticket-Verkäufer dringend dazu geraten, unbedingt Pai zu besuchen, wenn wir in der Umgebung von Chiang Mai sind. Das hatte ich auch bereits auf meinem liebsten Reiseblog gelesen. Vor allem las ich dort, dass die Strecke von Chiang Mai nach Pai ziemlich kurvig ist, es einem im Minivan (der „gewöhnliche“ Transportweg nach Pai) ziemlich schlecht werden kann und auch, dass die Strecke am meisten Spaß macht, wenn man sie selbst mit einem Roller fährt. Diesem Abenteuer wollten wir uns unbedingt stellen. Da wir jedoch beide schon länger nicht mehr Roller gefahren sind, geschweige denn im Linksverkehr, haben wir uns zunächst für einen Tag einen Roller in Chiang Mai für einen kleinen Ausflug ausgeliehen.
Einen Roller auszuleihen ist in Thailand so einfach wie ein Stück Butter zu kaufen. Bei der Roller-Vermietung haben wir gesagt, wohin wir fahren wollen, wie lange wir den Roller brauchen, haben uns einen ausgesucht, 250 Baht bezahlt und konnten losdüsen (natürlich mit Helm!). Die meisten Einheimischen fahren hier nämlich selbstverständlich ohne Helm – obwohl es angeblich eine Helmpflicht gibt und man bei Kontrolle 400 Baht Strafe zahlt, wenn man keinen Helm trägt. Jonas hat übrigens direkt mir die volle Verantwortung gegeben und seitdem bin ich unsere Fahrerin 🙂
Wir schwangen uns also eines Mittags auf unser neues Gefährt und fuhren los. Der Stadtverkehr in Chiang Mai war schon ziemlich stressig, dann wiederum aber nicht so tödlich, wie zunächst vermutet. Beobachtet man als Fußgänger den Verkehr, sieht das alles immer ziemlich chaotisch aus – als wir plötzlich selbst mittendrin waren, merkte ich jedoch, dass alle Autos und Roller irgendwie ohne System aufeinander gucken und es erstaunlich rücksichtsvoll zugeht. Die nehmen das alles sehr entspannt – auch wenn man als Touri offensichtlich noch keine richtige Ahnung hat. Gehupt wird hier übrigens so gut wie gar nicht und auch Lichthupen habe ich hier noch nicht gesehen. Da könnte sich Deutschland mal ein Beispiel dran nehmen 🙂
Eine praktische Grundregel für den Verkehr habe ich jedoch aus meinem Reiseführer übernommen: Im Zweifelsfall hat IMMER das größere Fahrzeug Vorfahrt. Keine offizielle Regel, aber man sollte sich als Orientierung danach richten. (Jonas sagt, im Zweifelsfall hat IMMER das ANDERE Fahrzeug Vorfahrt…)

Freie Fahrt für uns!

Als Test-Tour mit dem Roller haben wir uns einen Wasserfall 60km nördlich von Chiang Mai rausgesucht. Dort kamen wir nach 1,5h Fahrt an – ich war jedoch fix und alle, da mich die Fahrt doch viel Konzentration gekostet hat. Der Wasserfall war ganz nett, nicht zu spektakulär – aber es gab eine sehr feine Aussicht.

Wieder zurück in Chiang Mai beim Roller-Verleih angekommen wollten wir uns also unserer Herausforderung stellen und die Miete um 7 weitere Tage verlängern um uns auf den Weg nach Pai zu machen. Allerdings war der Besitzer des Ladens leider nicht gewillt uns einen kleinen „Langzeitrabatt“ zu geben, dafür, dass wir den Roller eine ganze Woche mieten. Ich wollte hart verhandeln – aber da war nichts zu machen. Also gaben wir den Roller zurück, denn ich war mir sicher, dass es bei der Konkurrenz bestimmt ein Schnäppchen gibt. Leider war es bereits 19 Uhr abends und ein paar Roller-Verleihe hatten bereits zu und zwei andere Verleihe machten uns noch schlechtere Preise oder hatten leider nichts Passendes mehr zur Verfügung. Wir beschlossen, die Ausleihe auf den nächsten Morgen zu verschieben und im Anschluss direkt loszufahren.

Morgens um 7 Uhr klingelte der Wecker. Jonas war tapfer und war bereit. Ich hingegen gar nicht. Ich wollte noch schlaaaaafen. Jonas snoozte uns bis um 8 Uhr (Lüge! Er hat den Wecker danach auf 9 Uhr gestellt), aber auch da war ich immer noch sehr sehr müde. Dann kam leise der Vorschlag von Jonas, ob wir nicht doch den Minivan nach Pai nehmen sollten und uns dann dort einen Roller vor Ort holen. Mein schläfriges Ich: „Hmm jaa ok“.
Ich hatte schon Lust auf das Roller-Abenteuer, aber die Strecke nach Pai dauert mit dem Roller ca. 6 Stunden – und als ich morgens daran dachte (mein Hintern war schon von dem einen Tag platt gesessen), war ich mit dem Minivan doch ok.
Also schliefen wir aus, packten unsere Sachen, holten uns Frühstück aka Mittagessen beim Mexikaner und buchten uns eine Fahrt mit dem Minivan für 200 Baht pro Person.

Während wir auf die Abreise warteten, haben wir dem süßen „Cats in Wonderland“-Café noch einen Besuch abgestattet…

To be continued… 🙂 Ok, tschüüs!

4 Antworten auf „Tag #18 – Ein kleiner Rückblick zu Chiang Mai“

  1. Ach so. Einen Buddha hab ich auch im Schlafzimmer. Der wollte unbedingt zu mir. Ihn wegzuwerfen wäre jetzt aber sicher noch viel viel schlimmer 😉 Von daher darf er bleiben.

  2. Schön zu sehen, wie fleißig ihr wart und dass ihr euch besser fühlt! Einige Fotos erkenne ich übrigens wieder, das ist witzig. (:

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