Just another happy day in Pai…

Kurz zusammengefasst: wir lieben Pai!

Abgesehen von den vielen Mücken, den Aggroameisen und unserer Bed Bug Paranoia* geht es uns einfach wunderbar in Pai. Die Menschen hier sind freundlich und geben uns immer das Gefühl willkommen zu sein.

Unsere Unterkunft ist ein wirklich einfaches Holzhäuschen. Es hat gerade genug Platz für ein Bettchen mit einer steinharten Matratze und etwas Platz drumherum für unsere Rucksäcke. Außerdem wohnt an unserer Decke der ein oder andere Gecko, das finden wir gut, denn Geckos fressen leidenschaftlich gern Moskitos 😋 Hinter dem Häuschen ist ein kleiner, nur teilweise überdachter Anbau, welcher uns als Badezimmer dient. Das heißt Duschen, Klöchen und Zähneputzen werden im Freien gemacht. Wenn es also Abends nicht gerade mal nur 7°C sind, was hier an einigen Tagen aber schon vorkam, ist das eigentlich ganz angenehm und auch ums Lüften muß man sich keine Gedanken machen.

In und um Pai herum gibt es viel zu gucken. Es gibt hier den Land-Split, einen „Grand Canyon“, einen riesigen weißen Buddha, Brücken aus Bambus, alte historische Brücken, Wasserfälle, unfassbar viele aber (in der Regel) recht gechillte Straßenhunde** und Kätzchen, urige Cafes, teilweise sehr scharfes und suuuperleckeres Essen und ganz allgemein viel wunderschöne Natur, sobald man ein bisschen aus Pai rausfährt. Da wir von unserer Unterkunft noch gleich am Abend unserer Ankunft einen Roller in die Hand gedrückt bekamen, sind wir hier auch sehr mobil und können uns frei bewegen. Sobald wir aus Pai herausfahren sind wir manchesmal auch völlig alleine auf den verschwurbelten Straßen unterwegs.

Als besonders beeindruckend haben wir auf jeden Fall den Land-Split und den Grand-Canyon in Erinnerung. In der Gegend des Land-Split begann vor nicht allzuvielen Jahren aufgrund von geologischen Aktivitäten die Erde auseinandergerissen zu werden. Es bildeten sich so metertiefe Spalten, durch die man heute einfach so durchwandern kann.

Der Grand-Canyon von Pai ist ein Mini-Sandsteingebirge, welches etwas unerwartet aus der Landschaft heraussticht. Auf abenteurlichen Pfaden, die mich plötzlich schwer daran erinnerten, daß ich ja Höhenangst habe, konnten wir auf diesen Bergrücken spazieren gehen. Die Aussicht ist grandios und nur schwer auf Fotos festzuhalten. Besonders beeindruckend sollen die Sonnenauf- und untergänge sein. Für den Sonnenaufgang müssten wir allerdings dann schon um 5 Uhr aufstehen… (der geheime Plan für morgen früh; wir werden nicht davon berichten, wenn es nicht klappt 😎)

Wer denkt, das sieht doch nicht ganz ungefährlich aus, der denkt das unserer Meinung nach auch nicht zu unrecht. Aber vor dem Canyon steht ein großes DANGER Schild, das einen auf die Gefahren hinweist, da kann jetzt keiner kommen und sagen, das wussten wir aber nicht, daß das hier gefährlich ist…

Außerdem gibt es noch den gigantischen großen weißen Buddha, der das Tal von Pai überblickt. Die schier endlose Treppe zu dem Buddha wird streng von einem burschikosen Ömchen bewacht, damit niemand mit freien Knien, Schultern oder gar Brüsten zu ihm hinaufsteigt. Für einen kleinen Obolus werden einem von der Dame entsprechende Tücher zur Verhüllung geliehen. So ist sichergestellt, daß man sich auch bei wahnsinniger Hitze dem Buddha respektvoll nähert.

Auch für Thailänder, die in der Gegend zu Besuch sind, ist eine historische Brücke aus dem zweiten Weltkrieg ein absolutes Muss.

Und hier noch eine lose Sammlung einiger unserer Eindrücke, die wir unterwegs gesammelt haben:

Kommenden Sonntag, also übermorgen fahren wir aber schon wieder zurück nach Chiang Mai. Dort versuche ich mir noch etwas ausgetüfteltes Fotozubehör und Isa sich noch ein paar Schuhe zu kaufen. Dann geht es ab mit der Flugmaschine von Chiang Mai nach Bangkok und dort steigen wir um in den nächsten Flieger nach Ranong. Ziel: Ko Phayam

Wir verlassen Pai nicht, ohne ordentlich tschüüüs gesagt zu haben 🙂

*ps: keine Sorge, von jetzt an wollen wir Bed Bug-frei leben und schreiben 🙂

**pps: Nur einmal an einem Abend, als wir zu Fuß zu einem Restaurant unterwegs waren, wurde uns der Weg nach oben in einem Gässchen von einer Horde laut bellender Hunde versperrt. Diese Hunde meinten, diese Straße gehört ihnen und sie haben gemeinschaftlich abgestimmt, daß wir dort heute Abend nicht mehr durchkommen. Das hat uns erstmal schon beeindruckt, um nicht zu sagen, wir hatten die Buxen voll und traten den Rückweg an. Weiter unten sprachen wir aber nochmal die dort lebenden Einheimischen wegen der Hunde an. Die Anwohner sprachen zwar kein Englisch, gaben uns aber unmissverständlich zu verstehen, daß wir durchaus diese Straße hochgehen dürfen und den Hunden, die uns zu nahe kämen, sollten wir ordentlich eins auf die Nase geben. Als wir nun noch einen Moment ratlos rumstanden, gab uns eine einfühlsame Anwohnerin einen großen stabilen Bambusstock, quasi als Geschenk mit. Diesen nahmen wir dankend an und wir setzten unseren Weg nach oben mit größerem Selbvertrauen wieder fort. Entweder war es unsere neue selbstbewusste Ausstrahlung oder der Stock war den Hunden bekannt… wir durften passieren und wurden nur aus für beide Seiten sicherer Entfernung angekläfft. Den Stock legten wir später am Abend nach unserer Rückkehr dankbar wieder vor dem Haus der Anwohner ab.

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