Tag #05 in Thailand – von Bangkok nach Ayutthaya

Na, das wurde ja auch langsam Zeit, heute ging es weiter. Wir sind raus aus Bangkok und sind – siehe da, danke Seb – wir sind in Ayutthaya (*DANKE SEB ­čśł*). So viel zu unserem versprochenen Plan… wir lassen uns halt einfach treiben, selbst der kleinste Ansto├č aus > 8000 km Entfernung kann Einfluss auf unsere Reiseroute nehmen.

Aber, zun├Ąchst als kurzen R├╝ckblick: gestern Abend waren wir zum Abschluss noch auf der Khao San Road, was wohl DIE Touristen-/Spa├čmeile schlechthin in Bangkok sein soll. Und was sollen wir sagen, wir wurden nicht entt├Ąuscht. Es gab Krokodil am Grillspie├č, Tattoos bei denen vermutlich keine Fragen gestellt werden, Lachgas (wtf?), ma├čgeschneiderte Anz├╝ge, Thaimassagen aller beliebigen K├Ârperteile (jedoch augenscheinlich erstmal ohne Happy End, solange sie direkt an der Khao San angeboten wurden), frittierte Skorpione am Stiel, halbseidene aber mit hoher Wahrscheinlichkeit recht konkrete Dienstleistungen (mit Happy End) in den Nebengeb├Ąuden mit roter Leuchtreklame, interessanterweise ziemlich gute Livemusik und Mr. Roti. Und das waren jetzt mal nur einige der Dinge, die einem unbewaffneten europ├Ąischen Auge als au├čergew├Âhnlich auffielen… Rotis sind extremst leckere thail├Ąndische Crepes mit Banane, Schokolade und/oder anderen K├Âstlichkeiten (Sorry, kein Foto, ich Pappnase).

Au├čerdem haben wir Justin aus Kanada getroffen, er ist Teil des Comedy Club und lebt seit Jahren in Thailand… toller Typ ­čÖé Er findet unseren langfristigen Plan durch Kanada zu d├╝sen gut, das finden wir auch gut. Seine Comedy Show haben wir leider nicht mehr gucken k├Ânnen, daf├╝r haben wir es nicht mehr lang genug auf der Stra├če des Wahnsinns ausgehalten. Die Fahrt zur├╝ck zu unserem Hostel haben wir uns dieses Mal mit einem Tuktuk vers├╝├čt. Das sind so… rollerartige Gef├Ąhrte mit Kabine hinten dran, wo man sich reinquetscht. Allerdings sollte man sich nicht reinquetschen ohne mit dem Fahrer vorher einen ordentlichen Preis ausgehandelt zu haben. In unserem Fall war das ein bisschen mehr als die H├Ąlfte dessen, was der Fahrer vorgeschlagen hat. Wir haben ihn von 200 auf 120 Baht runterhandeln k├Ânnen und zwar ohne, da├č es seine Stimmung vermiest h├Ątte ­čÖé Und man muss auch dazusagen „f├╝r uns beide“… sonst ist wohl eine ├ťberraschung bei der Ankunft noch nicht ausgeschlossen. Die Fahrt selbst war auch ein Abenteuer f├╝r sich, die Dinger haben f├╝r ihre kleine Gr├Â├če einen ziemlich gro├čen und lauten Motor und der Fahrer wei├č den auch zu einzusetzen.

Kleine Notiz am Rande… wir haben uns inzwischen so gut an die hohen Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit gew├Âhnt, da├č wir abends im offenen Restaurant 26┬░ und 72% relative Luftfeuchtigkeit als recht k├╝hl empfinden, uns einen Pulli ├╝berziehen und uns w├╝nschen, wir h├Ątten doch die lange Hose angezogen (auch wegen der M├╝cken). Nachts im Hostel stellen wir unsere Klimaanlage auch auf etwa 25┬░ – 27┬░, sonst friert man ja beim Schlafen. Wie soll das mit uns enden, wenn wir eines Tages wirklich in Kanada ankommen sollten?

Am n├Ąchsten Tag machten wir uns mit dem Zug auf den Weg nach Ayutthaya. Ayutthaya liegt etwa 80 km n├Ârdlich von Bangkok, die Zugfahrt hat 1,5 Stunden gedauert und uns unfassbare 28 Thail├Ąndische Bath gekostet. Das sind umgerechnet etwa 0,76ÔéČ – zusammen f├╝r zwei Tickets. Das ist weniger als ein halber ct pro Nase pro Kilometer, das muss man sich mal reintun. In K├Âln k├Ąme eine Nase daf├╝r nicht mal vom Wiener Platz zum Bahnhof M├╝lheim.

Schon das Einsteigen war ein Abenteuer. Ein Aufseher am Bahnsteig ordnet alle Fahrg├Ąste nach einem f├╝r uns undurchsichtigem System zwischen den Gleisen an indem er lautstark auf uns in thail├Ąndisch einredet und auch gerne mal seine Trillerpfeife zur Unterstreichung einsetzt. Ein Schelm, wer hierbei an einen Schafshirten denkt ­čÖé Wir gehorchen freundlich l├Ąchelnd, wer m├Âchte denn schon einem Mann in Milit├Ąruniform mit Trillerpfeife widersprechen? Der Zug selbst… ach, seht Euch die Fotos an.

In Ayutthaya angekommen, suchen wir uns erstmal eine Kleinigkeit zu Essen in der N├Ąhe des Bahnhofs. Anschlie├čend verhandeln wir mit einem Tuktuk-Mann uns f├╝r weniger als 100 Baht zu unserem Hostel mit dem h├╝bschen Namen Slowtree zu fahren, aber er lie├č sich nicht erweichen. Also gehen wir zu Fu├č, auf Google Maps sah es n├Ąmlich nicht weit weg aus. So t├Ąuschten wir uns und nahmen einen Mordsfu├čweg mit vollem Gep├Ąck auf uns. Die Br├╝cke ├╝ber den gro├čen Flu├č namens Pasak glich hierbei einer Art Stadtautobahn.

Im Hostel angekommen breiteten wir nichts B├Âses ahnend unsere Sachen aus, machten uns etwas frisch und zogen uns um. Schlie├člich galt es noch ein wenig von Ayutthaya zu sehen und vielleicht auch noch ein frisches Bierchen zu bekommen.

Und so sah unser unser Abendessen aus:

Pad Thai mit Gem├╝se ­čÖé Eines der absoluten Standards hier in Thailand, so ein Gericht kostet gerne mal nur 50 THB (=1,35ÔéČ)

Im Anschluss an diesen doch recht fr├Âhlichen Abend sollten wir in dieser Nacht aus guten Gr├╝nden viele sehr interessante Dinge ├╝ber das Leben der Bettwanzen lernen….

Eine Antwort auf „Tag #05 in Thailand – von Bangkok nach Ayutthaya“

  1. Ahja, der Hotelaufenthalt des Grauens… *double facepalm*. Ist eben echt abenteuerlich dort dr├╝ben, gelle. Und gern geschehen. ­čśë
    An die Br├╝cke kann ich mich ├╝brigens auch erinnern, da bin ich auch langewatschelt. Total bescheuert. o.O

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