4 Wochen wie im Rausch…

Gefühlt sind wir kaum in Thailand angekommen, können einigermaßen „Sawat di Khap“ (Hallo / Guten Tag für Jonas) und „Sawat di Kha“ (für Isa) sagen, haben uns an den Thailändischen Baht gewöhnt und ertragen die tropische Hitze und Feuchtigkeit mit Würde… Zack, 4 Wochen und der Januar vorbei! Darum hier ein kurzes Lebenszeichen von uns und zwei Erfahrungen: Jonas verliert seine Kopfhöhrer und was es bedeutet, in Thailand Kaffee zu trinken…

Kurz vor unserer Abreise in Pai mussten wir noch einmal unseren Roller auftanken und wir wollten in Pai den einen Selbstbedienungsautomaten benutzen. Isa hatte passenderweise dazu ein Video von Madeline und Michi gesehen, die sich kurz vor uns mit diesem Automaten rumgeschlagen und die Tücken dieses Gerätes liebenswürdigerweise für nachkommende Tanker dokumentiert haben. Diese beiden Reisenden betreiben einen lebhaften Blog und füttern fleissig und zeitnah ihren Instagram Kanal (also nicht so lahm und selten wie wir 😋). Als Isa den beiden daraufhin ein Dankeschön schrieb, haben wir uns kurzerhand mit Ihnen am nächsten Tag in Chiang Mai zum Essen verabredet und hatten noch einen lustigen und super spannenden Abend mit viel Erfahrungsaustausch. Wir haben uns sehr gefreut, daß wir Euch kennenlernen durften 😍😘

Ko Phayam

Seit einer Woche leben wir nun auf Koh Phayam. Es ist eine traumhafte kleine tropische Insel, auf der es keine Autos gibt. Hier pesen eigentlich alle, die Einheimischen und die Touristen, mit kleinen 125er Rollern herum. Außer die fiesen sportlichen Touristen, die fahren Fahrrad. Was wir hier erlebt und fotografiert haben, schreibe ich noch ausführlich in den kommenden Tagen. Dazu gehören auch eine abenteuerliche Nachtfahrt mit der Rollergang über die Insel auf eine Reggae-Party mit mega Livemusik, eine Bande durchgeknallter, aber teilweiser super liebenswürdiger Leute, singende Insekten, die sich anhören, wie ein einfahrender ICE, postkartenartige Strände und Sonnenuntergänge (#nofilter) und lustige Geckos.

Die Nattida-Bar, ein Ort voller Wunder und wundersamer Menschen 💚

Lost & Found

An einem unserer letzten Tage in Pai, kurz vor unserem Flug von Chiang Mai nach Ranong, fragt mich Isa, wo ich eigentlich meine Kopfhörer habe. Und ich musste kurz überlegen, bis mir klar wurde, daß ich die Dinger schon seit Längerem nicht mehr gesehen habe und sie mir auch bei unserer Aktion mit den schwarzen Säcken auf dem Dach nicht in die Hände gefallen sind. Jetzt dauert es auch nicht lang, einen Rucksack nochmal nach einer großen schwarzen Dose zu durchsuchen und ich musste mir wohl eingestehen, daß ich meine unfassbar teuren 4-Buchstabenkopfhöhrer verloren habe. Nach einiger Recherche, Emails an alle von uns besuchten Hostels und komplizierten Telefongesprächen mit dem Lufthansa Service Thailand, stellte sich heraus, daß ich die Kopfhörer in der Sylvesternacht im Flugzeug von Düsseldorf nach Bangkok Suvanarbhumi verloren hatte und sie dort tatsächilch gefunden wurden! Jetzt ist das Glück ja freundlicherweise den Menschen mit kleinem Gehirn besonders zugetan und so kam es, daß unser Flug von Chiang Mai über Bangkok nach Ranong von Nok-Air gecancelt wurde. Die neue uns von der Airline vorgeschlagene Verbindung enthielt jetzt 4 Stunden Aufenthalt in Bangkok. Das war tatsächlich genug Zeit, um in Bangkok vom Airport Don Mueang noch einmal quer durch die Stadt zu dem anderen Flughafen Suvanarbhumi zu fahren, was schon mal fast eine Stunde dauert. Dort durften wir mit der freundlichen thailändischen Lufthansadame im Lost&Found-Office die Übergabe der Kopfhörer feiern. Besonderes Schnäppchen: Isa hat uns in Suvanarbhumi aussehen lassen wie Anschlussfluggäste, welche den Airport wechseln mussten, schliesslich hatten wir ja Boardingpässe für Don Mueang und so wurden wir wieder kostenlos eine Stunde quer durch Bangkok zu unserem Airport zurückgefahren. Die Kopfhörer fliegen auf jeden Fall bei der nächsten Gelegenheit wieder zurück nach Deutschland, wer nicht vermisst wird, wird auch nicht gebraucht… (wink wink @Le-ha)

Guter Kaffee – nicht unproblematisch

Wir erkennen ein möglicherweise gutes Cafe inzwischen bereits von weitem an der Siebträgermaschine, welche von den Betreibern wie ein Leuchtturm und mit Stolz an der Bar aufgebaut wird. Gibt es diese Maschine nicht und es wird trotzdem Kaffee angeboten, kriegste löslichen Instantkaffee mit Milchpulver… Geschmackssache eben.

Guter Kaffee aber hat in Thailand seinen Preis. Ein Kaffee, Cappuccino oder auch ein Espresso kosten teilweise mehr als das Essen selbst. Während ein gutes Pad Thai etwa 40 bis maximal 60 Baht kostet, muß man für einen Cappuccino mindestens 50 und meistens eher 60-75 Baht zahlen. Interessanterweise kostet auch ein Bierchen zwischen 70 und 100 Baht (im Augenblick gilt ein Wechselkurs von etwa 36 Baht = 1 Euro).

Einen ganz besonders guten Kaffee aus thailändischen Bohnen genießen wir inzwischen zum wiederholten Male im Coffee and Resort. Der Grund für die hohen Preise ist allerdings ziemlich pervers und liegt darin, daß der gute Kaffee aus dem Asiatischen Raum im Rest der Welt so begehrt ist, daß er fast ausschließlich exportiert und in anderen Ländern geröstet und veredelt wird. Das heißt, thailändischer Kaffee muß re-importiert(!) werden und ist somit für die allermeisten Einheimischen nahezu unbezahlbar, weshalb sie leider leider leider Instantkaffee bevorzugen (müssen). Wir haben zum Beispiel gehört, daß man in Chiang Mai als Krankenschwester 300 Baht, also umgerechnet etwa 8,35 € am Tag verdient, nur um mal die Relation zu verdeutlichen. Eine ausführliche Erklärung für dieses traurige Phänomen gibt es zum Beispiel bei den Kaffee-Spezialisten.

Ein toller Thailändischer Cappuccino, von uns von nun an mit Bedacht genossen…

3 Antworten auf „4 Wochen wie im Rausch…“

  1. Wie geil ist denn die Geschichte mit den Kopfhörern?! Die Dinger werden im Lost & Found gefunden, ihr seid durch einen Zufall länger in Bangkok und dann superdealzt Isa noch ne kostenlose Fahrt von einem Flughafen zum anderen? Hammer.

    Apropos Insekten mit einer Lautstärke wie ein ICE: habt ihr auf der Insel auch Ochsenfrösche? 🙂

  2. Tolle Geschichten, die wir von euch hören. Wir wünschen euch noch viele interessante Tage und freue mich auf die nächsten Erzählungen.

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